Hunde in Thailand

Hunde gibt es Millionen in Thailand – nur leben die meisten auf der Strasse und müssen täglich einen Überlebenskampf meistern, sei es, nicht überfahren zu werden im Strassenverkehr, genügend Futter zu finden und/oder keine Beisserei mit einem Kumpel zu haben. Parasitenkontrolle ist ein Fremdwort und die armen Vierbeiner sind den ganzen Tag damit beschäftigt, sich zu kratzen und die eckligen Zecken, Flöhe, Milben und anderweitige Parasiten loszuwerden.

Einfach gesagt, haben es die hiesigen Hunde nicht sehr schön, denn es sorgt sich niemand wirklich um sie.

Viele Thais nehmen zwar Strassenhunde auf, haben leider aber keine Ahnung von Hunden, Impfungen, Vorsorge und dergleichen. Ein Hund darf nicht’s kosten und meist kriegt er auch nur die Essensreste der Leute. Oftmals passiert es, dass ein anfänglich gesunder Hund krank wird und dann plötzlich vom Besitzer auf die Strasse gesetzt wird; der Tierarzt kostet eben auch. Andere Hundebesitzer lassen anfänglich die Tollwut & Staupenimpfung und die Vorsorge gegen die Herzwürmer machen, aber mit der Zeit wird die nicht mehr aufgefrischt und so können diese Hunde auch jederzeit erkranken.

Das grösste Problem hier ist die Vermehrung und als erster Schritt müss(t)en die Hündinnen kastriert werden, damit die Population nicht so rasant zunimmt, aber da auch eine Kastration Kosten verursacht…. gibt es erneut Welpen im Überfluss. Rüden haben noch eine kleine Chance von irgendjemandem in ein neues Zuhause mitgenommen zu werden, die Hündinnen haben dieses Glück jedoch fast nicht, da sie kastriert werden müssen und so wieder Kosten verursachen.

„Soi Dog“ eine gemeinnützige Organisation hat in Phuket und auf Koh Samui grosse Kastrationsprogramme gestartet und bis jetzt rund 300’000 Hunde und Katzen kastriert. Seit 2016 läuft dieses Projekt nun auch in Bangkok, wo rund 640’000 Strassenhunde leben.