Ende November 2017 hat sie anscheinend 7 Welpen geworfen. Das erste Mal entdeckten wir die Fellknäuel am 11.12.17, als aus einem Erdloch so eigenartige Geräusche kamen. Vermutlich wurde es dann in der Höhle etwas eng für all die vielen Bewohner und so siedelte sie ihre Jungen um, aber auch dort haben wir sie gehört und gefunden. Eine kurze Zeit später zügelte sie ihre Hundeschar nocheinmal, aber jeweils nur wenige Meter weiter und da die 7 Zwerge doch einen rechten Lärm veranstalteten, fanden wir sie immer wieder. Schlussendlich gab “Omama” die Anstrengungen auf, als sie sah, dass wir die Jungen täglich fütterten. Sie selber rannte mit riesigem Gebell weit von uns weg. Die Welpen gewöhnten sich jedoch schnell an uns und schlussendlich waren fast alle zutraulich (ausser die heutige braune “Lisy”). Als die Welpen grösser wurden, haben die Leute die Welpen mitgenommen, vorallem natürlich die Rüden.

“Big Foot” mussten wir wegen einer geplatzten Wunde behandeln lassen und glücklicherweise fand er danach in Sattahip ein neues Zuhause bei einer jungen Familie.

Am Ende waren nur noch 3 Hündinnen vor Ort: “Blacky”, “Lisy” und die “MaMa”.

Auf unserer täglichen Futtertour begrüssen sie uns schwanzwedeln und so kam es wie es kommen musste, alle drei wurden trächtig und gebaren Welpen.

Zuerst warf “MaMa” anfangs November 2018 drei hübsche gescheckte Welpen, zwei schwarz/weisse und ein braun/weisser. Am 26.11.18 haben wir diese zum ersten Mal gehört und in einem Gebüsch entdeckt. Nach einigen Wochen waren dann zwei Welpen plötzlich weg, d.h. dass jemand die Hunde mitgenommen hat und ihnen ein neues Zuhause gibt. Lediglich der hochbeinige “Junior” blieb im Tempel. Aber auch heute noch ist er der frechste, schnellste und zutraulichste Hund von allen. Wenn er nur unseren Wagen schon hört, kommt er angeflitzt ohne Bremsen. Ein richtiges Schlitzohr. Solche Hunde sind es, die einem zeigen, dass man Gutes für sie tut und sie es auch schätzen.

“MaMa” und ihr Sohnemann “Junior” sind ein tolles Team; am 03.01.19 haben wir die “MaMa” kastrieren lassen.

“Lisy” war die zweite im Mutter-Club. Sie gebar um den 04. Dezember 2018 ebenfalls 3 Welpen. Ein Schwarzer, ein Dunkelbrauner und ein Hellbrauner mit Aalstrich. Die Mutterhündin ist bis heute diejenige, die nie richtig zutraulich wurde. Wir können sie heute knapp von Hand füttern, aber nicht anfassen oder streicheln. Sie wurde durch die Behörde, den Tessaban kastriert. Der hellbraune Welpe tauften wir “Ali”, weil er einen Aalstrich hat, der Dunkelbraune wurde zu “No Name” und der schwarze Welpe tauften wir “Blacky junior”. Damit die Vermehrung nicht dauernd weitergeht, haben wir auch diese drei Ladies am 12. Juli 2019 kastrieren lassen.

 

Und schlussendlich warf auch die letzte Hündin noch. Leider haben wir nie erfahren, wieviele Welpen “Blacky” geworfen hat. Nach wenigen Tagen fanden wir ihr Versteck und vermuteten evtl. 3 Welpen. Einen hellbraunen haben wir noch gesehen, jedoch war er am nächten Tag tot. Wir vermuten, dass sie ihre Welpen ebenfalls in eine Abwasserröhre gelegt hat und diese dann bei Regen weggespült wurden. “Blacky” wurde zwischenzeitlich auch noch kastriert.

Am 03. August 19 fütterte ich die “Omama” wie gewohnt, doch einen Tag später, als sie zum Fressen kam, sah ich, dass sie eine üble Verletzung am Auge hatte. Eine riesige offene Wunde, wo das Blut aus dem Auge über die Nase lief. Ich machte Fotos und fragte unsere Tierärztin, was wir tun können, da diese Hündin bis heute nicht zutraulich ist, sie kommt nur zu einem, wenn sie will. Drei Tage haben wir versucht, sie einzufangen, da die Wunde trotz Medikamente, die wir im Futter versteckten, immer schlimmer wurde. Gottseidank,  haben wir es am 7. August mit 3 Schlaftabletten geschafft. Sie schlief in einem Gebüsch ein und ich konnte sie am Kragen packen und ins Käfig stecken. In der Klinik gleich Not-Operation; sogar Aof meinte, dass sie es nicht mehr lange gemacht hätte. Die Augenhöhle war enorm geschwollen und voller Maden. Die Augenlider waren so vergrössert und geschwollen, dass sie das ganze Auge überdecken. Damals wussten wir noch nicht, ob das Auge verloren war, jedoch einige Tage später gab die Tierärztin Entwarnung.

Gleichzeitig wurde sie auch noch kastriert, denn sie musste schon sehr viele Welpen gehabt haben; ihr Gesäuge hing massiv; sie sollte sich vermutlich mal einer Bruststraffung unter-ziehen.

Update – am 10.08.19 wurde die “Omama” kastriert und alles ist bestens gelaufen. Auch sind die Augenlider nicht mehr so sehr geschwollen, dass man bereits das Auge wieder erkennen kann.

Update – 27.08.19; die Wunde am Auge ist bereits schön verheilt und es geht der Hündin viel besser. Leider ist das Auge doch noch geschwollen und so kriegt sie weiterhin Medikamente.

Man merkt, dass dies ein wilder Hund ist, der immer draussen und mit anderen Hunden zusammenlebte, sie fühlte sich in der Klinik nicht wohl.

Update – 03.09.19 – endlich ist er da…. der grosse Tag, an dem die “Omama” endlich wieder in den Wat Yan zu ihrer Familie kann. Kaum auf dem Parkplatz angekommen, kommt auch schon die ganze Hundeschar angewirbelt; ihre 3 Töchter “Blacky”, “Lisy” und “Mama” sowie die Youngsters “Junior” und “Ali” mit “No Name”. Und alle sehen – dass nun der Clanchef wieder da ist…. jetzt läuft es wieder nach ihrem Kommando.

Das Auge ist nicht mehr gross geschwollen und die Wunde ist verheilt. Wir sollten täglich den Auswurf (Sandmännchen) vom Auge reinigen. Aber wie wir vermutet haben, ist dieses Unterfangen nicht so einfach. Heute hatten wir die Möglichkeit, das Auge anständig zu putzen und “Omama” hat nun vermutlich gemerkt, dass wir ihr ja so helfen wollen. Wirklich toll, dass es auch die “Omama” nun geschafft hat, vorallem dank Aof’s grossem Einsatz.

Update – 16.09.19; nicht schon wieder!!! Heute traute ich meinen Augen nicht. Beim Füttern kam die Chefin mit einem grossen Biss im Kopf zu mir, liess sich jedoch nicht anfassen. Hunger hatte sie einen grossen; sie kriegt ja noch immer Antibiotika gefuttert. Kurzum habe ich die Fotos an Aof gezeigt und sie meinte, dass wir sie wiederum einfangen müssen, da sich in dieser Wunde sonst wieder Maden niederlassen werden. Also das ganze Spiel wieder von vorne.

Unter dem Motto: „Einmal ist keinmal“ durfte unsere Omama nochmals Ferien in Einzelkäfig mit Vollpension in Bang Saray verbringen. Das grosse Loch im Kopf musste genäht werden und nach 10 Tagen Aufenthalt und Fadenzug ging es wieder zurück in den Tempel.
Bis heute blieb sie vor weiteren Bissen oder Angriffen verschont. Manchmal kann man sie streicheln, aber oftmals will sie es nicht, angefasst zu werden. Zum Fressen kommt sie immer, aber man muss „Madame“ immer separat einladen und rufen.
Unter dem Motto: „Alle guten Dinge sind drei“ trafen wir die Chefin am 24. März 20 mit einem aufgerissenen Ohr vor; vermutlich durch eine Beisserei. Antibiotika, Medizin und Betadine und
im April war sie wieder die Alte.