Seit dem 27.11.2019 fütterten wir eine Hundefamilie mit Papa,
Mama und 3 frechen Welpen, die über Nacht im Tempel „entsorgt“ wurden. Am 28. Dezember sind zwei Welpen gestorben; vermutlich durch den Paro-Virus und anfangs Januar war plötzlich die Mutterhündin verschwunden.
Nun lebt lediglich der Papa, den wir „Papa Nüng“ (Nüng = thailändisch eins) getauft haben mit dem letzten Welpen „Nüng“ bei der Polizei-Station. Beim Füttern am 04. April 20 ist uns aufgefallen, dass der Rüde ein grosses Loch in seinem Hodensack hatte. Er musste enorme Schmerzen haben, denn er wollte nicht mal mehr fressen oder sich anfassen lassen. So mussten wir ihn „übertölpeln“, denn bis anhin konnten wir ihn zwar anfassen, aber ob wir ihn aufheben und in unser Hundekäfig auf dem Pick up tragen konnten, stand noch in den Sternen. Um wenigstens etwas sicherer zu sein, nahmen wir ein „Halti“ und stülpten es ihm über seine Nase. Dann ging es einfach um die Geschwindigkeit, bis er merkte, dass er etwas über dem Maul hatte, hatten wir ihn bereits im Käfig und fuhren in die Tierklinik. Dort angekommen, kam er gleich unter’s Messer. Die Wunde musste etwas geöffnet und die vielen Maden entfernt werden. Unsere Ärztin meinte, dass es nicht mehr lange gedauert hätte, bis er vermutlich gestorben wäre. Uff, da hatten wir wiedereinmal Glück gehabt. So blieb der Papa mit seinem Töchterlein eine gute Woche in der Klinik. Nach dem Fadenzug konnten die beiden am 11. April wieder zurück in den Wat Yan bringen, wo sie wieder an ihrem Stammplatz auf uns warten.
So haben die zwei doch relativ schnell gemerkt, dass wir von der guten Sorte „Mensch“ sind, da wir leckeres Futter vorbeibringen und den Papa von seinen enormen Schmerzen befreit haben.
Wir haben noch nie erlebt, dass sich ein Rüde um seinen Welpen kümmert. In Kürze müssen wir jedoch „Nüng“ kastrieren lassen.